Das Prinzip
Die Immobilie wird zur Sicherheit – nicht zur Rückzahlung.
Bei einer Immobilienbeleihung sichert ein Haus, eine Eigentumswohnung oder ein Grundstück ein Darlehen ab. In Deutschland geschieht das häufig durch eine Grundschuld im Grundbuch.
Sie bleiben grundsätzlich Eigentümer. Die Sicherheit hat dennoch reale Bedeutung: Werden vertragliche Verpflichtungen dauerhaft nicht erfüllt, kann der Darlehensgeber auf die Immobilie zugreifen.
Vier Punkte setzen den Rahmen.
1. Immobilie
Lage, Art, Zustand, Nutzung und Verwertbarkeit beeinflussen die Bewertung. Der geschätzte Marktwert entspricht nicht automatisch dem Betrag, der als Finanzierungsbasis angesetzt wird.
2. Grundbuch und Restschuld
Bestehende Grundschulden, weitere Rechte und noch offene Darlehen können den Spielraum verändern. Auch der Rang einer neuen Sicherheit im Grundbuch kann entscheidend sein.
3. Kreditwürdigkeit
Einkommen, laufende Ausgaben und weitere Verpflichtungen zeigen, ob eine künftige Belastung voraussichtlich getragen werden kann. Ein hoher Immobilienwert ersetzt diese Prüfung nicht.
4. Betrag und Rückzahlung
Gewünschte Summe, Zweck, Laufzeit und monatliche Belastung müssen zusammenpassen. Je klarer der Plan, desto sachlicher lässt sich ein späteres Angebot beurteilen.